Mentira - Stadt der Verstoßenen von Christina Hiemer
Dystopie,  Romantasy

Mentira 2 – Stadt der Verstoßenen von Christina Hiemer | Rezension


Vor einiger Zeit erschien der Erste Teil von Mentira – Stadt der Lügen und hat mich total begeistert. Die Geschichte war geheimnisvoll, düster und hatte das perfekte dystopische Flair. Umso gespannter war ich auf den letzten finalen Band der Dilogie und freute mich es endlich lesen zu können. Vielen Dank an Christina Hiemer für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext (Quelle: Verlag):

**In einer Welt, in der Lüge regiert, wird die Wahrheit zur Bedrohung**
In der Schattenstadt, in der die Lüge allgegenwärtig ist, weiß Melia schon lange nicht mehr zu sagen, wer Freund und wer Feind ist. Der faszinierende Jaron hat zwar durch seinen Verrat ihr Vertrauen schwer erschüttert, doch erweist er sich plötzlich als Retter in höchster Not. Zugleich erwachen in Melia unheimliche Kräfte, die sie weder erklären noch kontrollieren kann. Um herauszufinden, welche düsteren Mächte ihre Welt in den Abgrund zu reißen drohen, müssen Melia und Jaron den gefährlichen Weg in die Stadt der Verstoßenen auf sich nehmen …


Meine Meinung:

Meine anfängliche Begeisterung aus Band 1 hielt leider nicht sehr lange. Die Story zog sich und verlor den roten Faden, der im ersten Teil noch präsent war. Die Charaktere verloren ihren Charm und wurden mir immer unsympathischer. Natürlich verändern sich Charaktere im laufe der Zeit, aber so ins negative hatte ich es persönlich noch nie. Aus der mutigen Melia ist eine launische Göre geworden, die fast nur noch die Nebenrolle spielt und um die zwei Männer für Aufmerksamkeit buhlen. Wobei die früheren Gefühle und Emotionen gar nicht mehr spürbar sind. Ich konnte emotional nichts mehr nachvollziehen. Schade, denn im ersten Band war das noch so gewesen.

Noch ein Punkt, der mir zugesetzt hat, ist, dass sich die Atmosphäre im Buch gewandelt hat. Wo vorher alles Mysteriös, geheimnisvoll und düster war, sind jetzt Wesen dazu gekommen, die Ähnlichkeiten mit Zombies haben und dem ganzen eher eine Zombie-Apokalyptischen tatsch verleihen. Es hätte echt interessant werden können, aber die Umsetzung war für mich nicht gut. Im ersten Band (die alte Version) war von diesen Wesen nie die Rede gewesen und mich erstaunt, das sie sich nur bei dem Ort im zweiten Band befinden. Vorher sind sie gefahrlos durch das Land gezogen, um dann in einen Bereich zu kommen, wo das Leben am seidenen Faden hängt. Wäre es eine Insel gewesen, hätte ich es hier noch als glaubhaft empfunden. Das Ende hat mich dann komplett enttäuscht, aber hier kann ich nur schwer beschreiben wieso, da ich dann wirklich alles spoilern würde. Emotionen waren null da, und das sich auf einmal alle einig waren, fand ich auch nicht sehr realistisch. Hier hätte mich tatsächlich ein anderes Ende noch überzeugen können.

Positiv hervorzuheben wäre der wunderbare Schreibstil von der Autorin, die sich super lesen lässt. So war es trotz meiner Kritik doch recht angenehm zu lesen. Auch die Idee zur Geschichte ist, wie schon gesagt, interessant und nur an der Umsetzung gescheitert. Zumindest für mich persönlich.


Mein Fazit:

Vielleicht darf man meine Kritik nicht zu schwer auf die Waage legen, denn ich habe Erwartungen gehabt, die sich einfach nicht erfüllt haben. Die Geschichte begann fantastisch und lies in mir große Erwartungen aufkeimen. Ich denke das dadurch die größeren Kritikpunkte bei mir entstanden sind. Viele werden mir diesbezüglich nicht zustimmen, aber das ist auch ok. Geschmäcker sind verschieden und meiner wurde hier einfach nicht getroffen. Viele Fragen bleiben offen und hätten definitiv interessanten Stoff geboten.

Mentira hat für mich stark begonnen und wurde dann schwächer, trotzdem hatte ich einen angenehmen Zeitvertreib.


3 von 5 Goldenen Herzen


Liebe Grüße

eure Tanya

 


Infos zum Buch:

Autor: Christina Hiemer

Verlag: Impress Verlag

Seiten: 500

Preis: € 3,99 (Ebook)


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