Die Kinder des Namenslosen von Brandon Sanderson
Dark Fantasy,  Highfantasy,  Mystery

Die Kinder des Namenslosen von Brandon Sanderson | Rezension


Ich habe mir länger Zeit mit dieser Rezension gelassen, weil ich sie doch erst einmal mit den bekannten Werken des Autors vergleichen musste. Normalerweise schreibt Brandon Sanderson sehr tiefsinnige und ausschweifend, ohne aber langweilig zu werden. Hier ist das Buch, Die Kinder des Namenslosen, recht kurz. Meine Erwartungen waren zwar hoch, dennoch habe ich auch schon etwas Skepsis gehabt, ob eine kurze Geschichte von Brandon Sanderson genauso überzeugen kann, wie seine berühmten Werke.

Vielen Dank an Heyne Verlag und Random House für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext (Quelle: Verlag):

 

Ein selbstsüchtiger Fürst.

Eine mutige Heldin.

Eine uralte Bedrohung.

Tacenda hat die Fähigkeit, ihr Dorf vor den Monstern aus dem Wald zu schützen. Doch ihr Segen ist zugleich ihr Fluch, denn sobald die Sonne aufgeht, wird sie blind. Als eines Nachts ihr Zauber versagt und ihre Familie getötet wird, schwört die junge Frau Rache. Doch dann macht Tacenda eine Entdeckung, die alles, woran sie je geglaubt hat, infrage stellt…

 


Meine Meinung:

 

Der Anfang war recht spannend gestaltet und ich kam schnell in die Geschichte rein. Etwas brutal und gruselig angehaucht, aber nicht zu viel. Man wollte wissen was passiert und wie es mit Tacenda weiter geht.

Im laufe der Geschichte verflüchtigte sich der erste Eindruck leider. Es wurde mir persönlich zu langweilig und langatmig. Für so eine kurze Geschichte habe ich schon lange zum lesen gebraucht, was mich auch etwas frustriert hat. Die Story hat sich in der Mitte des Buches komplett verloren und erst am Ende fügte sich dann doch ein roter Faden mit ein, was dem Ganzen einen noch akzeptablen Abschluss brachte.

Leider konnte mich das Werk an sich nicht wirklich überzeugen. Schade, weil der Anfang viel Potenzial bot. Da dies aber eine recht kurze Geschichte (von einer Serie, die von vielen verschiedenen Autoren geschrieben wird) werden sollte, kann man nicht so viel Tiefe erwarten. Mir waren die Charaktere zu fade und dafür das der Fürst so mächtig sein soll, wirkte er auf mich eher wie ein verzogener Bengel, der in die Jahre gekommen ist. Die Gefühle in der Geschichte kamen nicht wirklich zur Geltung, obwohl genug Stoff da gewesen wäre, um das Drama auszuschmücken.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, das es in Ordnung war, aber wer die dicken schönen Schinken von Brandon Sanderson kennt und liebt, wird hier wahrscheinlich enttäuscht werden. Sein Talent mit Worten zu spielen und eine aufregende epische Welt zu beschreiben, kommen hier nicht ansatzweise zur Geltung.

 


Mein Fazit:

 

Eine kurze Geschichte für Zwischendurch, aber keine die mich nachträglich vom Hocker reißt und im Gedächtnis bleiben wird. Ich werde lieber bei den großen Geschichten von Brandon Sanderson bleiben, denn mit diesen konnte er mich um einiges mehr überzeugen.

 


2 von 5 Goldenen Herzen


 

Liebe Grüße

eure Tanya

 


Infos zum Buch:

Autor: Brandon Sanderson

Verlag: Heyne Verlag

Seiten: 269

Preis: € 12,99

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