Mystery,  Urban Fantasy

Das Weisse Herz von Lukas Hainer | Rezension


Das Weisse Herz ist der Abschlussband einer Dilogie, wo mich der erste Band gut fesseln konnte, aber ich doch Kleinigkeiten zu kritisieren hatte. Umso mehr hat es mich gefreut als mich Lukas Hainer gefragt hat, ob ich auch die Fortsetzung lesen wollen würde. Ich bedanke mich somit nochmal für das Rezensionsexemplar und das Vertrauen.

Achtung:

Wer Band Eins noch nicht gelesen hat, könnte mit dieser Rezension gespoilert werden.


Klappentext (Quelle: Piper Verlag | ivi):

Das Böse ist unter uns

Anna und Nick sind gerade erst aus den Fängen des dunklen Herzens entkommen, da ereilt die beiden ein Hilferuf Elifs aus der Türkei. Sie machen sich auf den Weg nach Istanbul und müssen dort erleben, dass der Alptraum nicht vorbei ist: Das dunkle Herz hat begonnen, ihre Welt zu durchdringen, und niemand scheint es zu bemerken. Wenn sie ihr Zuhause davor bewahren wollen, in Hass und Zerstörung zu verfallen, müssen Anna und ihre Freunde es allein mit ihm aufnehmen, und dabei größere Opfer bringen, als sie je für möglich gehalten hätten.


Meine Meinung:

Das Buch hat es mir leider nicht einfach gemacht. Anfangs habe ich mich noch voller Vorfreude in die Story geworfen und war auch schon direkt mitten drin. Konnte mich noch gut an einige Charaktere erinnern und auch zuordnen, aber dann wurde die Geschichte immer wirrer. Hauptsächlich wird aus der Sicht von Anna und Nick erzählt, aber wir springen auch immer wieder mal zu anderen Charakteren, um Einblick in ihre Situation zu bekommen. Bei manchem Szenenwechsel wusste ich den Sinn auch gar nicht. Es passte auch nicht wirklich dahin und erschwerte mir das Lesen. Auch blieb mir der Rote Faden verborgen. Ich hatte bis kurz vor dem Ende einfach keinen Schimmer, was mir der Autor da zeigen möchte.

Natürlich weiß ich jetzt nach dem Lesen, was mir das Buch mitgeben wollte, aber das es das ganze Buch lang gedauert hat, ist nicht so gut. Im ersten Buch kam mir alles viel klarer und verständlicher rüber. Auch gab es viel mehr Spannung, die mich gut fesseln konnte. Beim Finalen Band hoffte ich die ganze Zeit auf ein großes spannendes Ende, aber das kam und kam nicht. Warum gerade Anna ihre Rolle in diesem Kampf erhalten hat, ist mir völlig unklar. Genauso ist mir unklar, warum gerade „Er“ das schlimmste Schicksal erleiden musste. Das Ende war wirklich emotional und hat mich geschockt zurückgelassen. Das hat auch zum ersten Band gepasst, aber das ganze davor, war mir einfach zu viel nichtsagendes. Leider.

Dann muss ich auch erwähnen, das ich einfach nicht verstehe, wie man Anna und Nick auf vierzehn Jahre setzen kann. Etwas älter wäre für mich glaubhafter, schon allein wegen den Englischkenntnissen. Ehrlich, manche Wörter können die doch noch gar nicht kennen.

Wenn ich hier noch anderes aufzähle, könnte es spoilern, deswegen lasse ich das jetzt. Ich persönlich hätte mir gewünscht, das es nur ein Einzelband geworden wäre. Man hätte kein zweites Band benötigt. Stark eingekürzt, auf das wesentliche, und das Ende wären perfekt gewesen. So musste ich mich erstmal durchkämpfen, war kurz vor dem Abbruch gewesen… Das finde ich sehr Schade. Die Aussage des Buches ist nämlich wirklich wichtig und passend zur heutigen Zeit.


Mein Fazit:

Das Ende hat vieles wieder gut gemacht und mich sogar traurig zurückgelassen, aber der Anfang war leider ein sehr zäher Kampf. Eine Empfehlung ist für mich daher sehr schwierig, denn ich denke das es einige geben wird, die meiner Meinung sein werden, aber auch viele die es gut finden werden. Wenn man den ersten Band gelesen hat und es einem gefallen hat, sollte man für den runden Abschluss auch das Ende gelesen haben, aber das ist jedem selbst überlassen. Ich hatte mir mehr erhofft. Bei der Bewertung habe ich zwischen Zwei und Drei geschwankt, mich aber für die Drei entschieden, denn eines muss man hier noch sagen. Der Schreibstil von Lukas Hainer liest sich sehr angenehm und hat es auch geschafft mich durch die zähen Seiten zu bringen.


3 von 5 Goldenen Herzen


Liebe Grüße

eure Tanya

 


Infos zum Buch:

Autor: Lukas Hainer

Verlag: Piper Verlag

Seiten: 462

Preis: € 16,00


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2 Kommentare

  • Thorsten J. Pattberg

    Ich kannte den Imprint Pieper Verlag ivi gar nicht. Was die für einen Schund rausbringen. Das Cover passt nicht, der Schreibstil ist mittelmäpig, die Figuren machen keinen Sinn und handeln doof. Hauptsache der Autor hat genug Geld seine Rezensionsexemplare herauszusenden. Kann man denn keinem Buch mehr trauen?
    Thorsten J. Pattberg, Autor der Lehre vom Unterschied

    • Tanya

      Hallo Thorsten,
      erstmal entschuldige ich mich fürs späte antworten. Ich war in Urlaub.
      Bei deinem Kommentar muss ich wiedersprechen. Es ist kein Schund was der Imprint Verlag von Piper herausbringt. Es sind Jugendbücher die von wirklich tollen Autoren geschrieben werden.
      Ich verstehe auch nicht wieso das Cover nicht passen soll. Wenn man beide Bände kennt, dann sieht man sehr wohl das es passt und Sinn macht. Bücher sind Geschmackssache und ich denke das andere das Buch sehr gut finden und andere wieder nicht.
      Schade das es Dir nicht gefallen hat. Zumindest denke ich das, nach deinen Worten.

      Liebe Grüße
      Tanya

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